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DIE FACHBERATUNGSSTELLE GEGEN ZWANGSHEIRAT WIRD 7!!!!!

Eine gut gelaunte junge Frau steht auf einer Blumenwiese und hebt beide Hände

Am 15.06.2007 ging die Homepage www.zwangsheirat-nrw.de online.

Nur was sich frei entfalten kann,
entfaltet seine ganze Schönheit.

Zwang unterdrückt meine Seele.

Ich muss frei sein, um lieben zu können.

Und ich muss lieben können, um frei zu sein.

Wenn ich entscheiden müsste
zwischen einer Liebe,
die mir Freiheit stiehlt und einer Freiheit,
die mir die Liebe nimmt,
ich würde die Freiheit wählen.
Wer mich besitzen will, wird mich verlieren.

Wer meine Freiheit achtet, wird meine Treue spüren.

(von ROSA)

5 JAHRE FACHBERATUNGSSTELLE GEGEN ZWANGSHEIRAT

Das Mädchenhaus Bielefeld betreibt seit fünf Jahren die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat für Nordrhein-Westfalen. Bisher konnte in knapp 900 Fällen im Kontext Zwangsheirat beraten werden.

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Fachberatungsstelle steht Ihnen hier die Pressemitteilung mit weiteren Informationen zur Verfügung.

WIR TRAUERN UM ARZU ÖZMEN!

ARZU ÖZMEN

In Gedenken an Arzu Özmen findet am Samstag, den 21. Januar 2012 ein Trauermarsch in Detmold statt. Der Trauermarsch beginnt um 16:00 Uhr und endet um 18:30 Uhr. Treffpunkt ist die Bäckerei "Ihr Bäcker e.K." in der Hornschen Straße 239 in Detmold, wo Arzu bis vor einiger Zeit ihre Ausbildung absolvierte. Der Marsch wird vor der Bäckerei starten und sich weiter in Richtung Detmolder Innenstadt und Marktplatz bewegen.

Weitere Informationen gibt es hier.

STELLUNGNAHME ZUR ZWANGSHEIRAT-STUDIE

Es gibt eine Stellungnahme zur Studie: „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen", die von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats und TeilnehmerInnen eines Workshops unterzeichnet wurde.

Hier der Link zu der Stellungnahme in der Zeitschrift MIGAZIN.

WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG ZU ZWANGSVERHEIRATUNG IN DEUTSCHLAND

Die wissenschaftliche Untersuchung wurde am 09.11.2011 zu „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen“, von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) vorgestellt.

Im Jahr 2008 sollen 3443 Mädchen und Frauen Beratungsstellen aufgesucht haben, um einer Zwangsverheiratung zu entgehen.

Die Kurzfassung der Untersuchung mit weiteren interessanten Ergebnissen finden Sie auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums.

GESETZ ZUR BEKÄMPFUNG VON ZWANGSHEIRAT VERABSCHIEDET

Der Bundestag hat am 17. März 2011 ein Gesetz zur Bekämpfung von Zwangsheirat verabschiedet. Demnach wird Zwangsheirat künftig als eigenständiger Straftatbestand in das Strafgesetzbuch (§237 StGB) aufgenommen.

Wer einen Menschen zu einer Heirat zwingt, kann künftig mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden. Ausländische Staatsangehörige, die Opfer von Zwangsverheiratungen sind und von der Rückkehr nach Deutschland abgehalten wurden, können unter bestimmten Voraussetzungen ein eigenständiges Wiederkehrrecht erhalten. Die Frist zur Stellung des Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beträgt zehn Jahre seit dem Zeitpunkt der Ausreise. Der Antrag ist während dieses Zeitraums innerhalb von drei Monaten nach Wegfall der Zwangslage zu stellen. (§ 37 Abs. Abs. 2a Aufenthaltsgesetz).

Die Antragsfrist zur Aufhebung der Zwangsehe wird im Bürgerlichen Gesetzbuch von einem auf drei Jahre verlängert (§ 1317 Absatz 1 Satz 1 BGB). Im Gesetz enthalten ist eine Erhöhung der Mindestbestandszeit der Ehe zur Erlangung eines eigenständigen Aufenthaltstitels von zwei auf drei Jahre.*

Nachdem das Gesetz am 15. April 2011 den Bundesrat passiert hat, wird es nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Mehr dazu hier.

* In einem von Terre des Femmes organisierten Appell hat auch das Mädchenhaus Bielefeld e.V. gemeinsam mit mehr als 50 Frauenrechtsorganisationen und Expertinnen im Januar 2011 gegen eine Erhöhung protestiert.